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Wer war eigentlich Willehad?









Willehad, heilig gesprochen

Nach der Gründung der Ev.-luth. Willehadi-Kirchengemeinde (1.1.1966) war es erforderlich, ein Kirchensiegel zu beschaffen. Als Vorlage diente eine Darstellung des Bischofs Willehad, die auf einer Wange des alten Ratsgestühls im Dom von Bremen zu sehen ist. Das Bild zeigt Willehad mit Bischofsstab und als Erbauer einer Kirche (typisch: die symbolische Darstellung mit Kirchenmodell in der Hand).
Geboren zwischen 730 und 740 in Northumbrien (angelsächsisches Königreich, heute Großbritannien/Yorkshire), gestorben 8. November 789 in Blexen (Wesermündung). Willehad wurde vermutlich erzogen in der Schule von York (York war die Hauptstadt yon Northumbrien, Sitz eines Erzbischofs, im 8. Jh. wichtiges geistliches und kulturelles Zentrum Nordenglands). Willehad kam 765/770 nach Dokkum/ Friesland, wo er im friesisch-sächsischen Grenzgebiet mit wechselndem Erfolg predigte und mehrfach in höchste Lebensgefahr geriet. Seit 780 im Auftrag Karls d.Gr. im Gebiet der Unterweser (Gau Wigmodi) missionarisch tätig, mußte er beim Sachsenaufstand unter dem Führer Widukind (Wittekind) 782 fliehen und pilgerte nach Rom. Zurückgekehrt hielt er sich zwei Jahre im Kloster Echternach als Mönch auf, wo er u.a. die Paulusbriefe abschrieb. Nachdem sich Widukind Karl d. Großen unterworfen und auch taufen lassen hatte (785), kehrte Willehad im Auftrag Karls in seinen Missionssprengel zurück, den er um die Gebiete zwischen Weser- und Emsmündung vergrößerte und zu organisieren begann (Mittelpunkt war Bremen).
Am 13. Juli 787 wurde er zum Missionsbischof geweiht und als solcher weihte er den ersten Dom (aus Holz) in Bremen. Die endgültige Errichtung der Diözese Bremen (805) erlebte er nicht mehr.
Seine rastlose Tätigkeit und Frömmigkeit, sein Wissen und seine asketische Haltung beeindruckte die Zeitgenossen stark. Erzbischof Ansgar ließ 860 seine Gebeine in den neuen Bremer Dom überführen, wo sie in der Reformationszeit verschwanden. Die Verehrung Wille-hads setzte schon bald nach seinem Tod ein und war im Mittelalter weit verbreitet.

Die Willehadi-Kirche wurde am 26. Januar 1969 eingeweiht. Der Namenspatron Willehad
wurde "im Hinblick auf die besondere Missionssituation im neu gegründeten Stadtgebiet"
ausgewählt.






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